Nach einer im Training am Freitagabend erlittenen Verletzung hatte Ian Hüter noch die Hoffnung, dass er am Sonntag beim Mittelrhein-Derby dabei sein könnte. Doch alle Mühen der ärztlichen Abteilung waren vergeblich. Die eh schon personell geschwächten Wiesel verzeichneten einen weiteren Ausfall und mussten in der Gummersbacher Schwalbe Arena auf ihren Spielgestalter und einen der erfolgreichsten Torschützen der bisherigen Saison verzichten. Bis zur Pause kam der TSV Bayer Dormagen mit der Situation klar, lag lediglich 10:12 hinten. Aber nach dem Seitenwechsel war der gute Eindruck der ersten Halbzeit nach nur zehn Minuten in Vergessenheit geraten: Gummersbach zog mit dem 6:0-Lauf auf 18:10 davon und legte den Grundstein zum 28:18-Erfolg.

Der TSV hatte einen hervorragenden Start: Andre Meuser, Jan Reimer per Siebenmeter und Ante Grbavac trafen zur 3:0-Führung, hinten machte Martin Juzbasic seinen Kasten zu und ließ vor allem Janko Bozovic verzweifeln, der auch mit einem Strafwurf scheiterte. Immerhin sieben Minuten brauchten die Gastgeber vor 1890 Zuschauern, um den ersten Ball im TSV-Tor unterzubringen. Schütze war der Spieler, der später zehn Tore auf seinem Konto haben sollte. Mit Linksaußen Hakon Styrmisson war es wie schon beim Pokalspiel gegen Lemgo mit Bjarki Elisson ein Isländer, der sich zweistellig in die Erfolgsliste eintrug. Begünstigt durch zwei frühe Zeitstrafen – manche Spielleiter zeigen in vergleichbaren Situationen auch schon mal die gelbe Karte – kam der VfL auf und ging mit 5:3 in Führung.

Vom späteren Drei-Tore-Rückstand ließ der TSV sich freilich ebenfalls nicht beeindrucken. Gesucht wurde immer wieder Ante Grbavac, der wesentlichen Anteil am 9:9-Gleichstand in der 26. Minute hatte und auch mit seinem Treffer zum 12:10 unmittelbar vor dem Pausenpfiff die Hoffnung auf etwas Zählbares aufrecht hielt. Kaum zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war indes die Vorentscheidung gefallen: Die Bestrafung der technischen Fehler auf Dormagener Seite lief nun besonders über die rechte Gummersbacher Angriffsseite mit dem schnellen Lukas Blohme. In der 40. Minute beendete Sören Steinhaus das torlose erste Drittel der zweiten Hälfte mit dem Treffer zum 18:11. Als Andre Meuser und Tim Mast mit einem Doppelschlag auf 25:18 verkürzten, schien es so, als könne die zweistellige Niederlage vermieden werden. Das verbliebene Ziel durchkreuzten aber die beiden besten Gummersbacher Schützen Styrmisson und Blohme.

„Bis zu einem gewissen Zeitpunkt haben wir guten Handball gezeigt. Leider haben zu viele technische Fehler in der zweiten Halbzeit die Gummersbacher immer wieder zu einfachen Toren eingeladen“, stellte Dusko Bilanovic nach dem Derby fest. „Wir müssen das Spiel jetzt so schnell wie möglich abhaken und uns auf die Aufgabe gegen Hagen am Freitag vorbereiten.“ Für seinen Gummersbacher Kollegen Gudjon Valur Sigurdsson war die erneute Umstellung in der Abwehr auf 3:2:1 mit dem vorgezogenen Julian Köster ein wesentlicher Grund für den höchsten Saisonerfolg. „Unsere Außen haben viele Gegenstoßtore erzielt. Außerdem hat mir gut gefallen, wie unser Youngster Ole Pregler das Spiel geführt hat.“

Der TSV erwartet am kommenden Freitag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter den Aufsteiger und aktuellen Tabellenzweiten Eintracht Hagen. Tickets im Vorverkauf (online).

VfL Gummersbach - TSV Bayer Dormagen 28:18 (12:10)
Gummersbach: Ivanisevic (12 Paraden), Valerio (ab 51.); Vidarsson (2), Köster (3), Blohme (6), Hermann (1), Schneider, Herzig (n.e.), Pregler (3), Dzialakiewicz, Santos (n.e.), Styrmisson (10/3), Kiesler (1), Stüber (n.e.), Zeman (2), Bozovic.
Dormagen: Juzbasic (12 Paraden), Simonsen (ab 52., 3 Paraden); Meuser (2), Leitz (n.e.), Rehfus (n.e.), Biernacki, Reimer (2/2), P. Hüter (4), Johannmeyer, Sterba, Grbavac (6), Seesing (1), Steinhaus (1), Mast (2).
Schiedsrichter: Hörath / Hofmann.
Zuschauer: 1890.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:2/2 (Bozovic scheitert an Juzbasic).
Spielfilm: 0:3 (7.), 5:3 (13.), 7:4 (16.), 7:6, 9:6 (22.), 9:9 (26.), 12:9 (29.), 12:10 – 18:10 (39.), 18:12, 24:14 (52.), 25:18 (57.), 28:18.


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