Vor dreieinhalb Monaten feierte der TSV Bayer Dormagen den 34:24-Kantersieg gegen die DJK Rimpar Wölfe. An diesem Freitag, 1. Oktober, ist das Team aus dem unterfränkischen Landkreis Würzburg wieder zu Gast im TSV Bayer Sportcenter. Doch der Erfolg ist Vergangenheit, eine Favoritenrolle kann TSV-Coach Dusko Bilanovic aktuell daraus nicht ableiten: „Unsere personelle Situation ist weiter schwierig. Da müssen wir regelmäßig über uns hinauswachsen, um etwas zu holen. Gerade auch gegen eine solch eingespielte und erfahrene Mannschaft wie Rimpar.“ Los geht die Partie des 4. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga mit dem Anpfiff der Schiedsrichter Leonard Bona und Malte Frank (Remscheid / Radevormwald) um 19.30 Uhr. Die Mannschaft hofft auf einen kontinuierlichen Anstieg der Zuschauerzahlen und damit noch mehr Fans als beim Heimauftakt gegen Bietigheim. Tickets gibt es weiterhin im Online-Vorverkauf und mit einem Abendkassenaufschlag direkt an der Halle. Die Live-Übertragung des Spiels ist auf Sportdeutschland.tv zu sehen.

Der Dormagener Spielbericht wird immerhin etwas länger als noch bei der unglücklichen 27:28-Niederlage in Coburg am letzten Samstag sein. Denn nach der Rückkehr von Jan Reimer hat Bilanovic mit ihm und dem zweiten Dormagener Eigengewächs Lennart Leitz sowie mit Jakub Sterba drei Rechtsaußen zur Verfügung. Auch Max Eugler gehört wieder zum Aufgebot. Ante Grbavac muss noch pausieren, dürfte aber beim nächsten Spiel wieder dabei sein.

Überraschend hatte die DJK Rimpar in der letzten Saison Trainer Ceven Klatt kurz vor Saisonende beurlaubt und Dr. Rolf Brack als Übergangscoach verpflichtet. Denn da stand schon fest, dass der aus Balingen gekommene Julian Thomann ab dieser Saison die Verantwortung für die Wölfe übernimmt. „Vorne wollen wir übers Tempo kommen“, betont der neue Coach. Im DHB-Pokal lief das noch nicht ganz so gut: Rimpar musste beim Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden als einziger Zweitligist in die Verlängerung, nach 60 Minuten stand es 27:27. In der Extrazeit behielt der Favorit die Nerven und gewann mit 33:31. Im ersten Meisterschaftsspiel feierte Rimpar den Auswärtserfolg in letzter Sekunde in Dessau, als Patrick Schmidt per Siebenmeter das 25:24 erzielte. Es folgte direkt ein weiteres Auswärtsspiel bei Aufsteiger Eintracht Hagen, in dem Rimpar eine herbe 22:35-Klatsche einstecken musste. Und auch gegen den zweiten Aufsteiger Empor Rostock gab es in der Vorwoche bei der Heimpremiere eine 25:27-Niederlage.

Mit Michael Schulz, Lukas Siegler und Tommy Wirtz musste Rimpar drei wichtige Spieler abgeben. Im Gegenzug kam mit Felix Jaeger nur ein Zweitliga erfahrener Spieler zur DJK. Dazu wechselten mit Kreisläufer Alexander Merk und Linksaußen Lucca Bialowas zwei Nachwuchsspieler aus Erlangen in die Nähe von Würzburg. „Der Kader hat im Vergleich zum letzten Jahr an Qualität verloren. Gleichzeitig ist die Liga stärker geworden“, blickt Julian Thomann realistisch auf die Ausgangsposition. Demnach könne es nun nur darum gehen, den Klassenerhalt „so früh wie möglich“ zu sichern. „Ich bin guter Dinge, auch weil wir in der kurzen Vorbereitung viele Fortschritte gemacht haben.“ Er will die kompakte 6:0-Defensive beibehalten, aber „auch etwas offensiver ausrichten.“


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