Es gibt solche Spiele, nach denen man einfach anerkennen muss: Der Gegner war besser. Das Nachholspiel in Elsenfeld am Dienstag war eine solche Begegnung, nach der TSV-Trainer Dusko Bilanovic folgerichtig feststellte: „Der TV Großwallstadt hat heute ein perfektes Spiel gezeigt, deshalb ist der Sieg voll verdient.“ Sein Kollege Ralf Bader relativierte leicht: „40 Minuten waren fast perfekt.“ Wie dem auch sei, der TSV verlor 27:35 (9:18) und tauschte wieder mit dem in Emsdetten erfolgreichen HC Elbflorenz Tabellenplatz 4 und 5 in der 2. Handball-Bundesliga.

Erfreulich aus Dormagener Sicht: Die Mannschaft kämpfte bis zur letzten Sekunde, gewann die zweite Hälfte und verhinderte die zweistellige Niederlage. Und Martin Juzbasic feierte nach seiner Fingerverletzung vor drei Monaten ein „echtes“ Comeback, nachdem er letzten Freitag in Lübeck zweimal bei Strafwürfen kurz im Kasten stand. „Ich habe keine Schmerzen, alles ist okay“, erklärte der Schlussmann, der in der 12. Minute für Sven Bartmann eingewechselt wurde. Seine Rückkehr hatte er sich freilich ein wenig anders vorgestellt: „Für mich war das heute vor allem Wurftraining“, schmunzelte Juzbasic angesichts der vielen Bälle, die er aus dem Netz holen musste. 35 Tore hatte der TSV in dieser Saison noch nicht kassiert, was aber nicht an der Leistung des ordentlich haltenden Torwarts lag, der auch zwei Siebenmeter entschärfte.

Es lief nun mal eben bei den Unterfranken: „Wir haben hinten viel geblockt und Druck auf die Dormagener Rückraumschützen ausgeübt“, stellte Großwallstadts Coach Ralf Bader fest. Und vorne „haben wir immer wieder gute Lösungen gegen die eher offensive Deckung gefunden.“ So deutete sich schon früh die Vorentscheidung an: Den vorletzten Treffer in der ersten Hälfte erzielte Jakub Sterba zum 12:8 in der 18. Minute. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte Alex Senden für das neunte Tor, da hatte Großwallstadt aber bereits 18 Mal gejubelt. Der kurz nach dem Seitenwechsel auf 12 Tore angewachsene Rückstand sorgte keinesfalls für Resignation: Die Wiesel wehrten sich und wurden für ihren Einsatz mit dem 4:1-Lauf in den letzten Minuten belohnt. Das klappte dank der gehaltenen Bälle von Martin Juzbasic und der platzierten Würfe von Christian Wilhelm, Linus Skroblien und Jan Reimer, der sich auch erneut als Siebenmeter-Vollstrecker bewährte.

Das Spiel abhaken und wieder in die Erfolgsspur kommen - das soll bereits am Freitag bei der Rückkehr ins TSV Bayer Sportcenter gelingen: Ab 19.30 Uhr geht es dann gegen den Wilhelmshavener HV.

TV Großwallstadt - TSV Bayer Dormagen 35:27 (18:9)
Großwallstadt: Redwitz (10 Paraden), Adanir (bei einem 7m); Spatz (2), Messerschmidt (1), Jansen (2), Eisenträger (2), Bandlow (5), Matijasevic (4), Bransche, Weit (2/1), Corak (5), Stark (1), Pfeifer (2), Spieß (2), Savvas (7).
Dormagen: Bartmann (1 Parade), Juzbasic (ab 12., 8 Paraden), Simonsen (n.e.); Senden (5), Richter (3/2), I. Hüter (3), Reimer (3/2), Skroblien (1), Görgen, P. Hüter (6), Wilhelm (3), Sterba (1), Grbavac (1), Mast (1).
Schiedsrichter: Pusch / Weiße.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 4:8 Minuten.
Siebenmeter: 1/3:4/6 (Juzbasic hält gegen Spatz und Savvas - Richter scheitert an Redwitz und trifft im Nachwurf, zudem wirft er einmal über das Tor).
Spielfilm: 4:4 (8.), 7:4 (11.), 10:5, 12:8 (18.), 18:8 (30.), 18:9 - 20:9, 22:10, 29:20 (51.), 31:20, 35:25, 35:27.


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