Wie im Hinspiel erzielten die Wiesel 28 Tore und nahmen Revanche gegen den EHV Aue, der mit drei Treffern weniger als vor sechs Wochen zufrieden sein musste. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, als Benni Richter mit einem Doppelschlag die Partie drehte, TSV-Torwart Christian Simonsen über siebeneinhalb Minuten keinen Erfolgsjubel der Gäste zuließ und Ian Hüter den Schlusspunkt zum 28:26 setzte. Am kommenden Mittwoch, 21. April, erwartet der TSV den TuS Ferndorf im TSV Bayer Sportcenter.

Gegen die offensive Auer Deckung taten die Gastgeber sich lange schwer und liefen zunächst immer einem Rückstand hinterher. Es dauerte bis zur 19. Minute ehe Benni Richter per Siebenmeter für die erste Dormagener Führung (10:9) sorgte. Am Spiel auf Augenhöhe änderte sich freilich nichts. Sebastian Paraschiv, der in der Defensive als vorgezogener Störer agierte und auch zu den torgefährlichsten Spielern gehörte, drehte die Begegnung erneut zum 12:13. Kurz danach waren Tim Mast (zweimal) und Andre Meuser für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung verantwortlich. Nach dem Anschluss durch den schnellen Maximilian Lux hätte Rechtsaußen Jan Reimer, der von Beginn an auflaufen durfte und seine Sache sehr gut machte, die Pausenführung beinahe auf 16:14 gestellt. Aber der Ball touchierte beide Pfosten.

Aus der Kabine kam der TSV mit frischem Wind: Ian Hüter und Aron Seesing erhöhten auf 17:14 - ehe die Sorgenfalten bei Trainer Dusko Bilanovic wieder größer wurden: Andre Meuser, der wegen einer Innenbandzerrung in Konstanz ausgefallen war, landete nach einem Wurf unsanft und blieb liegen. Diesmal erwischte es den rechten Knöchel, für den Linkshänder war die Partie vorzeitig beendet. Mit Rechtshänder Benni Richter rückte jetzt der Mann für alle Fälle in den rechten Rückraum. Dank seiner beiden Tore und dem dritten Treffer von Reimer verschaffte der TSV sich die scheinbar beruhigende 20:16-Führung in der 40. Minute. Bilanovic ahnte allerdings, dass dieser Vorsprung eventuell zu früh gekommen war. Denn er konnte dem Kräfteverschleiß der eingesetzten Spieler jetzt nicht in dem Maße entgegenwirken wie er es eigentlich vorhatte.

Prompt kam Aue wieder auf. „Wir haben uns nicht aufgegeben“, betonte Coach Runar Sigtrygsson. Tatsächlich schaffte das Team aus dem Erzgebirge den Ausgleich und lag nach dem Treffer von Adrian Kammlodt in der 52. Minute sogar mit 25:24 vorne. Nach dem spektakulären 25:25 von Tim Mast brachte Paraschiv seine Mannschaft erneut in Führung, doch sein sechster Treffer in der 53. Minute sollte der letzte für Aue sein. Denn der im Februar gekommene Christian Simonsen ließ die Gäste verzweifeln und machte sein bisher bestes Spiel im TSV-Kasten. „Dormagen hatte die bessere Torwartleistung“, bestätigte später Sigtrygsson, dessen drei eingesetzte Schlussmänner nicht annähernd die Quote des TSV-Gespanns erreichte.

Benni Richter verwandelte auch seinen dritten Siebenmeter und brachte den TSV anschließend mit einem platzierten Wurf in Führung. Simonsen verhinderte den Ausgleich durch eine starke Parade gegen Kammlodt und Ian Hüter zog mit dem 28:26 einen Strich unter Saisonsieg Nr. 13. „Die letzten sieben Minuten haben wir 3:0 gewonnen. Da waren wir präsenter und frischer“, war Dusko Bilanovic stolz auf seine jüngste Formation in dieser Spielzeit: „Großartig, was Aron Seesing (18) und Christian Wilhelm (19) in der Innenverteidigung gegen so erfahrene Auer Kreisläufer gezeigt haben.“

TSV Bayer Dormagen - EHV Aue 28:26 (15:14)
Dormagen: Bartmann (3 Paraden), Simonsen (ab 22., 10 P.); Seesing (2), Meuser (1), Richter (7/3), Iliopoulos, I. Hüter (4), Reimer (3), Skroblien (n.e.), Görgen (n.e.), Noll (n.e.), P. Hüter (3), Wilhelm, Sterba, Grbavac (3), Mast (5).
Aue: Petursson (1 Parade), Töpfer (ab 21., 3 P.), Suljakovic (ab 47., 2 P.); De Santis (2), Bornhorn (3/1), M. Lux (6), Roth, Schneider (1), Dutschke, Tsuyama (n.e.), Slachta, Kammlodt (4), Paraschiv (6), Halfdansson, Ribeiro (4).
Schiedsrichter: Engeln / Schmitz.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:1/1.
Spielfilm: 0:1, 3:5 (8.), 5:5, 6:8, 8:9 (15.), 10:9 (19.), 12:11, 12:13, 15:13, 15:14 - 17:14 (32.), 17:16, 20:16 (40.), 22:22 (48.), 24:25 (52.), 25:26 (53.), 28:26.


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