Um den sehr gut angenommenen „Spieltag der Vielfalt“ mit insgesamt 1579 Zuschauern zu einem runden Erfolg zu machen fehlte nur der Erfolg des TSV Bayer Dormagen. Während der Longericher SC im Vorspiel den Tabellenführer der 3. Liga HSG Krefeld mit 25:23 entthronte, gelang EHV Aue anschließend der erste Auswärtssieg der laufenden Zweitliga-Saison. Die Gäste waren den Deut cleverer, um die beiden Punkte nach gerade mal 22 Toren mit nach Hause ins Erzgebirge zu nehmen. Der TSV hingegen blieb erstmals in dieser Spielzeit unter der 20er-Toregrenze und brachte es nur auf 19 Treffer. Die Dormagener Anhänger sparten freilich nicht mit Beifall für ihr Team, das kämpferisch überzeugte.

Von Beginn an liefen die Gastgeber einem Rückstand hinter her. Das lag vor allem an der Treffsicherheit des Halbrechten Ladislav Brykner, der fünf der ersten sieben Auer Treffer erzielte. Den Shooter hatte der TSV fortan im Griff, doch dann war es Radek Musil im EHV-Kasten, der die Dormagener Angreifer immer wieder zur Verzweiflung brachte. Bei Sven Bartmann hingegen dauerte es eine Weile, bis er zur gewohnten Top-Form auflief. „Es tut mir leid, dass ich der Mannschaft zu Beginn noch nicht helfen konnte“, sagte der Schlussmann, der später mit einer Fülle von spektakulären Paraden den TSV im Spiel hielt. Max Bettin glänzte zunächst mit erfolgreichen Abschlüssen aus zehn Metern, konnte aber noch keine Konstanz in seine Leistung bringen. „Bezeichnend für das Spiel ist sicher auch, dass der 17-jährige Lukas Stutzke der beste Feldspieler war“, stellte TSV-Coach Jörg Bohrmann dem Youngster ein sehr gutes Zeugnis aus. Stutzke traf, holte Siebenmeter raus und zeigte seine Qualitäten auch in der Abwehr.

Unmittelbar nach der Pause kamen die Gastgeber durch einen Doppelpack von Jo Gerrit Genz bis auf einen Treffer heran, doch der Ausgleich wollte noch nicht fallen. Erst scheiterte Peter Strosack am Pfosten und Sebastian Paraschiv erzielte mit dem direkt folgenden Konter das 12:14. Bettin verkürzte wieder, danach setzte Genz den Ball neben das Tor. Für das umjubelte 14:14 sorgte dann Peter Strosack. Aue hielt allerdings dagegen, als Pascal Noll und Genz vermeidbare Strafzeiten kassierten. Und dann half den Gästen auch noch das Glück: Der von Arni Sigtryggsson an den Innenpfosten geworfene Ball entschied sich für den Weg zum 14:18 ins Tor. Selbst nach dem 15:20 gab der TSV keineswegs auf und sorgte mit drei Treffern in Folge für erneute Spannung. Doch spätestens beim Stande von 19:21 war mit dem ungenauen Zuspiel von Mikk Pinnonen die Partie entschieden. „Wir stehen nicht umsonst auf dem 4. Tabellenplatz“, freute sich Aues Trainer Runar Sigtryggsson über Aues ersten Erfolg in Dormagen. „Wir hätten es heute schaffen können. Dafür müssen wir aber mutiger werden und auch Mut zu Fehlern haben“, stellte Jörg Bohrmann fest.

TSV Bayer Dormagen – EHV Aue 19:22 (10:12)
Dormagen:
Bartmann (10 Paraden), Jäger (n.e.); Bettin (4), Stutzke (1), Genz (4), Eisenkrätzer (1), Mumme, Doetsch (1), Kübler, Damm (5/3), Noll (1), Strosack (2), Hüter, Pinnonen.
Aue: Musil (14 Paraden), Petursson (bei einem 7m), Töpfer (n.e.); Schäfer (1), Meinhardt, Roch (2), Brykner (5), Mägi (5), A. Sigtryggsson (1), Faith (4), Duschek (n.e.), Runarsson (n.e.), Paraschiv (4).
Schiedsrichter: Drechsler/Hutner.
Zuschauer: 1579.
Zeitstrafen: 10:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:0.
Spielfilm: 2:3, 3:7, 5:7, 7:9 (17.), 8:11 (27.), 10:12 – 12:13, 14:14 (40.), 14:18 (48.), 15:20, 18:20 (56.), 19:22.  

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