Der Spielmonat April mit vier Partien gegen die direkten Tabellennachbarn begann für den TSV Bayer Dormagen verheißungsvoll. An Gründonnerstag gewann die Mannschaft von Jörg Bohrmann das West-Derby gegen Essen mit 30:25 (16:8) und rückte damit in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga bis auf einen Punkt an den TUSEM heran. Vor 1709 Zuschauern waren Alexander Kübler (7) und Robin Doetsch (6) die erfolgreichsten TSV-Schützen. 6/3 Tore für Essen erzielte der ehemalige Dormagener Michael Hegemann.

Aufatmen schon vor der Partie: Die am Knie verletzten Max Bettin und Sebastian Damm konnten spielen dank "einer großartigen Arbeit unserer medizinischen Abteilung", lobte Jörg Bohrmann das Team des Therapiezentrums Dormagen. Und auch zur Pause konnte der TSV optimistisch sein: Denn immer wenn die Bayer-Werfer in dieser Saison 16 Tore in der ersten Hälfte erzielten - wie in Henstedt-Ulzburg, gegen Hildesheim und Neuhausen - wurden die Spiele auch gewonnen. Da Essen in der 22. Minute lediglich den achten und letzten Treffer vor dem Halbzeitpfiff verbuchte, ging der TSV mit dem höchsten Vorsprung aller bisherigen Saisonbegegnungen in die Kabine. Vorangegangen war eine herausragende Abwehrarbeit, bei der sich neben den beweglichen Kollegen im Innenblock insbesondere Dennis Marquardt und Jonathan Eisenkrätzer auszeichneten. Und dahinter gab Torwart Sven Bartmann (14 Paraden) wie schon so oft in dieser Saison die nötige Sicherheit. Vorne suchten immer wieder die Rückraumspieler Marijan Basic, Bettin und Marquardt Kreisläufer Alex Kübler, der ständig der Essener Defensive entwischen konnte. Kurz vor der Pause sorgte vor allem der schnelle Rechtsaußen Robin Doetsch mit einem sauberen Hattrick für den vorentscheidenden Vorsprung.

Überraschend schnell kehrten die TSV-Spieler nach einer kurzen Ansprache zurück auf´s Spielfeld. Zu oft kamen in der Vergangenheit die in Rückstand liegenden Gegner direkt nach dem Seitenwechsel heran oder drehten sogar das Spiel. Bohrmann wollte deshalb mit der Maßnahme den Spielfluss wach halten. "Das habe ich früher mit den Jugendmannschaften meistens gemacht", sagte der Coach und sah, wie sein Team in der Folgezeit nahtlos an die erste Halbzeit anknüpfte und sogar bis auf 27:15 in der 47. Minute davonzog. "Sie gingen mutig nach vorne", gefiel Bohrmann nicht zuletzt die zweite und dritte Welle. Dann aber machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, zahlreiche Fehler führten zu Gegenstößen, die zumeist von Peter Hornyak und Lasse Seidel verwandelt wurden. "Dank der einfachen Tore konnten wir das Ergebnis in Grenzen halten", war TUSEM-Coach Mark Dragunski froh, dass "wir nicht unter die Räder gekommen sind." Der Dormagener Vorsprung schmolz nach dem Essener 6:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten. "Eine solche Phase gefällt natürlich keinem Trainer", sagte Bohrmann. Ernsthafte Sorgen über den Verlust der beiden Punkte brauchte sich aber kein TSV-Fan zu machen. Eine Premiere gab es dann auch noch: Fredrik Genz, der Bruder von Jo Gerrit, rückte ins Tor, da Max Jäger beim Training so unglücklich vom Ball getroffen wurde, dass sein Trommelfell Löcher aufweist und er zurzeit nicht spielfähig ist.

Im nächsten Spiel hat der TSV erneut Heimrecht: Gegner ist am Samstag, 11. April, ab 19 Uhr Schlusslicht Eintracht Baunatal. Jörg Bohrmann: "Das wird eins der schwierigsten Spiele in nächster Zeit, denn jeder erwartet von uns einen Sieg. Doch Baunatal spielt nach den Querelen der Vergangenheit befreit auf und macht es allen Mannschaften schwer." Die Dormagener Spieler können in Ruhe Ostern feiern, sie erhielten eine Trainingspause - auch weil etliche Spieler angeschlagen sind. Bohrmann: "Anschließend werden wir uns hochkonzentriert auf Baunatal vorbereiten."

TSV Bayer Dormagen - TUSEM Essen 30:25 (16:8)
Dormagen: Bartmann, F. Genz; Bettin (5/1), J.G. Genz (2), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar, Doetsch (6), Kübler (7), Damm, Noll (3), Marquardt (2), Arnaud (1), Basic (4/1).
Essen: Donderis Vegas, Bliß; Ellwanger (2), Schlüter, Keller, Hegemann (6/3), Seidel (5/2), Lindt (1), Hornyak (5), Szczesny (2), Ridder (1), Trodler (2), Mürköster (1).
Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (Berlin).
Zuschauer: 1709.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:5/6 (Basic wirft an die Latte - Seidel an den Pfosten).
Spielfilm: 4:2 (7.), 4:4 (10.), 7:4 (12.), 10:6 (18.), 10:8 (22.), 16:8 - 24:14 (42.), 27:15 (47.), 27:21 (53.), 29:23 (58.), 30:25.

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